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der Zufall des Alltäglichen

Fast jedem ist es schon einmal passiert, dass er irgendwo - im Kino, im Bus, auf der Strasse - jemanden ganz zufällig getroffen hat, den er schon lange nicht mehr gesehen hat. Und dann tauscht man Nettigkeiten aus und sagt sich anschliessend (nachdem die Begegnung wieder vorbei ist) was es doch für seltsame Zufälle gibt: Dass diese Person gerade jetzt gerade hier ist, wo ich in gerade dieser Sekunde auch bin. - Kennen wir alle, oder? Und jetzt habe ich mir überlegt: Wie oft geschieht es wohl, dass man jemanden, den man erkennt, um zwei Sekunden verpasst? Dass jemand die Migros gerade vor einem verlässt, so dass man sich gerade eben nicht sieht. Dass jemand bei Starbucks zwei Minuten vorher bezahlt, als dass man selbst den Laden betritt. Man weiss nur, wann der Zufall einem dazu führt, dass man zufällig einander wieder sieht. Wie oft führt der Zufall wohl dazu, dass man einander um Haaresbreite verpasst - ohne es zu wissen, ohne zu realisieren, dass man fast, beinahe, jemanden getroffen hätte, den man bestimmt schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen hat. Das Leben, der Zufall, führt uns manchmal auf anderen Erdteilen zusammen. Da trifft man dann ganz unerwartet einen ehemaligen Schulkollegen mitten in Christchurch, der just gerade in dieser Stadt in Neuseeland, wo ich auch bin, auch einen Austausch macht. 20′000 Km weg von der Schweiz. Krass! Aber wenn wir uns treffen, verpassen wir uns gelegentlich wohl auch: Wie oft trennt uns dieser Zufall wohl, ohne dass wir es wissen?

Die Parkbank

Er sass auf der Parkbank. So eine rote, der Lack schon etwas abgesplittert. Eine Parkbank eben. Nichts spektakuläres. Ein Bus fuhr vorbei. Nein, kein blauer, ein gelber. So wie die Post früher. Wobei: Die Post ist immer noch gelb, dacht er - obwohl heute sich alle grün geben, dachte er weiter - gelb ist höchstes die gelbe Gefahr aus dem fernen Osten, dachte er noch weiter. Dann dachte er wieder nichts, wenigstens bis der Zeiger am Kirchturm eine Viertelstunde vorgewandert war. Ja, die Kirchenuhr, dachte er. Warum man im Zeitalter der Technik an neu zu bauenden Kirchen immer noch diese mittelalterlichen Ziffernblätter und nicht einfach eine Digitalanzeige montiert? - dachte er. Obwohl, das Problem liegt nicht an der Digitaluhr, sondern daran, dass gar keine neuen Kirchen gebaut werden, dachte er, nicht ohne leicht den Kopf zu schütteln. Eine weitere Viertelstunde verstrich. Diesmal gedankenlos. Plötzlich: Ereignis! Eine Frau mit einem kleinen Hund setze sich neben ihn. Frechheit! - dachte er nicht, wollte er denken, bis er sich erinnerte, dass er sich selbst vor einiger Zeit hier hingsetzt hatte neben einen alten Mann, der dann einige Minuten später gegangen war. Ich bin ja auch frech gewesen, dachte er. Eine freche Welt, philosophierte er. Der Hund der Frau glich einem Kätzchen, so klein war er. Ob er wohl auch Whiskas kriegt? Was, wenn der Weltmarktpreis für Whiskas wegen Börsenspekulanten explodiert? Der arme Hund, dachte er, nicht ohne einen zynischen Seitenblick. Die Frau hatte das Bedürfniss zur Kommunikation - aber warum musste sie gerade ihn jetzt ansprechen? Er hatte auch das Bedürfniss nach einer Toilette und pisste nicht an jeden Baum. Das Wetter sei heute sehr schön, sagte die Frau. Ja, sagte er, die Parkbank sei heute auch sehr schön rot, antwortete er, nur um etwas zu sagen. Sie sei farbenblind, sagte die Frau. Sie hätte gedacht, die Parkbank sei grün. Er stutze, sagte nichts mehr. Wartete auf die nächste Viertelstunde. Gedankenlos.

TD 12 - eine Offenbarung

Ich bin ja stolzer Besitzer eines Roland TD12-VDrum. Und für alle, die nicht wissen, was das ist: Ein elektrisches Schlagzeug. Nachfolgender YouTube Video hat mich sehr in meinen Bestrebungen bestärkt, mir ein solches Schlagzeug zu kaufen. Für die Jugendgottesdienstband, in der ich spiele, ist es einfach praktischer, ein elektrisches Schlagzeug zu verwenden, als ein akkustisches und dieses dann vollumfänglich zu verkabeln. Und wenn man ein so hochwertiges e-Drum wie das TD12 verwendet, ist das Spielen eine wahren Ohrenweide. Besonders mit den Sennheiser Kopfhörer ist der Sound einmalig! Hinzu kommt, dass man mittels Laptop das eigene Schlagzeugspiel zu bestehenden Stücken hinzumischen kann. Sprich: Spiele Schlagzeug zu Nickelback in einer Lautstärke, die ungefähr dem Schlagzeug in dem Stück entspricht. Ich sags ja: Einmalig. :-) Überigens ist das natürlich nur eine der tausenden von Möglichkeiten, die einem das TD12 bietet. Und ach ja, wenn ich je so Schlagzeug spielen kann, wie dieser Typ auf dem Video, dann dann dann - genug geträumt, das werde ich eh nie hinkriegen. Wenigstens habe ich aber das gleiche Equipment - also ist das Potential wenigstens vorhanden, dass mein spielen auch mal so tönen wird.

In diesem Sinne: Wacker weiter draufloshauen!

Blick in den Strom (Nikolaus Lenau)

Irgendwie noch ein schönes, poetisches Gedicht von Nikolaus Lenau. Habe es in einem Gedichtband gefunden und verewige es hier mal, damit ich es irgendwann wieder finde…

Blick in den Strom

Sahst du ein Glück vorübergehn,
Das nie sich wiederfindet,
Ists gut in einen Strom zu sehn,
Wo alles wogt und schwindet.

O! starre nur hinein, hinein,
Du wirst es leichter missen,
Was dir, und solls dein Liebstes sein,
Vom Herzen ward gerissen.

Blick unverwandt hinab zum Fluß,
Bis deine Tränen fallen,
Und sieh durch ihren warmen Guß
Die Flut hinunterwallen.

Hinträumend wird Vergessenheit
Des Herzens Wunde schließen;
Die Seele sieht mit ihrem Leid
Sich selbst vorüberfließen.

Nikolaus Lenau (1844)

 

 

Umzug

Tja, ich bin umgezogen. Von http://mrohner.blogspot.com auf eben diese WordPress Page hier. Habe sagenhören und mit eigenen Augen gesehen, dass bloggen hier vielversprechender weil interaktiver und besser handhabbar ist. Bin gespannt ob dies wohl stimmt und ob mich WordPress dazu verleitet, ein etwas fleissigerer Blogger zu werden als ich bis anhin war. :-)

In diesem Sinne: Keep writing and reading!

Rohner