Steine bauen am Bodensee
Ich bin ein bisschen ein Künstler von meinem Persönlichkeitsprofil her. Wenigstens hat dies ein kleiner, nicht ausgereifter Test letztes Semester im Fach „Pädagogische Psychologie“ ergeben. Ob es wirklich stimmt, weiss ich nicht. Ein Körnchen Wahrheit wird sich hier nicht verneinen lassen. Kurzum: Als künstlerisch veranlagte Person wäre ich wohl empfänglich für die Kräfte des Universums gebündelt in der Urmaterie Stein – wenn ich an solchen Unsinn glauben würde (Pardon an alle Esoteriker, aber hey!) . Doch mit den Steinen hat es schon was auf sich. Wenn man sie an einer wunderschönen Seepromenade (z.B. in Radolfzell am Bodensee) findet, kann man verweilen und die Steine herrlich stapeln. Ja, ich weiss, ich bin nicht der erste, der auf die Idee kommt. Aber nachmachen ist mitmachen – also erlaubt. Auf jeden Fall habe ich kürzlich entdeckt, was dieses Steine-Stapeln doch für eine angenehme Angelegenheit ist. Es ist das Gegenteil von Hektik, es ist Ruhe, Besinnlichkeit, Arbeit mit einem Material, Entspannung für den sonst so mit Theorien überlasteten Kopf. Es ist fühlen, in der Hand wiegen, probieren, verwerfen, geduldig sein. Es ist – und dafür finde ich leider kein weniger vorbelastetes Wort – eine meditative Übung… Für alle, die jetzt die Augenbrauen zusammenziehen, kritisch auf den Bildschirm starren und sich fragen, was für ein Stein mir auf den Kopf gefallen ist, dass ich solch eigenartige Dinge schreibe - hier noch eine andere Argumentation für das zeitvertreibende Steine-Stapeln: Es macht Spass! Ziel: Diesen Sommer mal an der Thur eine Wurst grillieren und Steine stapeln. Wäre doch was. Muss dran bleiben.




Eine Antwort schreiben