Sätze ins Nichts hinaus

Ich investiere, also bin ich.

In einer schlaflosen Welt Träume verkaufen.

Stell dir vor es ist “War for Talents” und keiner geht hin.

Der Konjunkturverlauf hals Herzschrittmacherkurve.

Sein grösstes Hinderniss auf dem Weg zum Erfolg: Die Unlust, zu beginnen.

Man ist der Dunstwolke der Realität zu lange ausgesetzt gewesen wenn man beginnt, den eigenen Gedanken die Ecken und Kanten abzuschleifen.

Er träubt davon, dass es Herbst wird im Blätterwald. Dass sich alle Blätter auf dem Schreibtisch, im Kopierer, im Drucker langsam bunt verfärben.

Begeisterung ist lernbar. Sein Unternehmen begeistert ihn. Ihn könnte die Umweltverträglichkeit von WC-Enten begeistern, so begeisterungsfähig ist er.

Vor ihrem Untergang funktionieren Unternehmen meist wie Boulevard-Zeitungen: Die Titel sind das wichtigste.

Geschäftigkeit: Alte Geschäftsberichte auf Rechtschreibfehler überprüfen und es wichtig aussehen lassen.

Zwei Teenager, die sich in einem Park kennen lernen, haben vielleicht auch eine Art Bankgeheimnis.

Ein Abteilungskürzel erfinden und sich darin verstecken.

Commitment: Freiwillig die Klimaanalge ausschalten und schwiztend an der Kampagne für grüne Ventilatoren schrauben.

Innovationen sind Wachstumstreiber und unser Land eine Steppe kleinwüchsiger Sträucher.

Sich bewusst werden: Auch Fehler gehen in einer zu grossen Organisation unter, nicht nur Leistungen.

Adverse Selection: Die Durchschnittsleistung der Heerscharen Konzernarbeiter schlägt den Pioniergeist der Einzelkämpfer.

Wirtschaftskrieg im Wirtshaus austragen.

Neuenglisch satt haben.

Ein Produkt kaufen als Belohnung für die Unterhaltung durch Werbung.

Wahrer Ansporn: So gut arbieten, dass man sich selbst überflüssig macht und dann für eine abgebaute Stelle belohnt werden.

Prozessdefinition als Wahlspruch der Unkreativen.

Ein Intranet schaffen um die Leute vom Internet abzuhalten; Ablenkung in-House.

Staub aufwirbeln und Staubsauger verkaufen.

Das Telefon einfach klingeln lassen.

Das Problem, allen erkären zu müssen, wofür das Marketing da ist. Das Problem haben die Leute in der Montage nicht.

Immer Wachstum haben nur Krebsgeschwüre.

Unterschied zwischen Fachkraft und Manager: Nicht grösser, sondern besser werden wollen.

Schreibtischordnung als Wettbewerbsdisziplin.

Sich am Telefon an sich selbst vermitteln lassen.

Andere wünschen sich ein Haus, ein Auto, einen Hund. Er hat einen Schreibtisch, einen Computer und ein Kippfenster. Eigenheimmentalität des Büroangestellten.

Gebleichtes Papier an die Sonne legen.

Wenn Gewohnheit Freude machen würde.

In der Stiftsbibliothek St.Gallen einen Comic lesen.

Gedanken wie eine ausgepresste LeParfait-Tube.

Wellness: Wie ich mir, so du mir auch.

Sich selbst im Weg stehen, ohne sich selbst aus dem Weg gehen zu können.

Damenwahl am Tanzabend als letzte Bastion des Anti-Feminismus.

Die Pflicht zu Schweigen als Notstandsregelung für populistische Schreihalsdemokratie.

Auf die Bahnhofsuhr schauen und merken, dass sie hinterher geht. Dann der Gedanke, dass bisher alle Züge im Leben eigentlich zu spät gekommen sind.

Bottom-up Prozess: Jetzt verführen Flight Attendants Piloten.

Werbeslogan für Zahnpasta: Lächeln vervielfältigen.

Tagträume in 1001 Nacht.

Nie die Hintertür abschliessen: Man muss sich aus dem Staub machen können.

Der Fluch des Talents: Immer etwas draus machen müssen.

Der Wolf im Schafspelz: Gefährlich für die Schafe. Das Schaf im Wolfspelz: Gefährlich für die Wölfe?

Sehnsucht nach ehrlichen Autobauern im Stil von: Wir bauen die schönsten Dreckschleudern.

Pervers: Wenn die Nackte auf dem Bildschirm anziehender ist als die Halbnackte auf dem Sofa.

Schweizer Denkfehler: Hoffen, dass man auch irgendwie einen Feind findet, wenn man nur erst eine Armee hat.

Schweizer Denkfehler: Von der Existenz einer Armee auf die Existenz eines Feinds zu schliessen.

Kontraproduktiver Leistungsdruck: Die Schraube so weit anziehen, bis sie durchdreht.

Der gesunde Menschenverstand ist abhanden gekommen, daher die Flut von Managementliteratur.

Bei so viel Marketingliteratur ist es fast schon frech von einigen Produkten, dass sie sich nicht verkaufen lassen.

Das Kind im Banker: Durchs Back Office rennen und jeden an der Cravatte ziehen.

Bestatungsunternehmen für gestorbene Firmen.

Hauptproblem der Wirtschaftswissenschaften: Ihre Unfähigkeit zur Selbstkritik.

Existenzkrise: Realisieren, dass die eigenen Fähigkeiten am Markt nicht nachgefragt werden.

Prinzip Ellbogen-Karrieredrängler: Den Nerv haben, solange auf die Nerven zu gehen, bis die anderen die Nerven verlieren.

Was er liebt an neuen Arbeitsplätzen: Eine weisse Festplatte. Noch kein Datenballast, keine Spur sinnloser Bürokratie und emsig-leerer Korrespondenz.

Gedanken wie verkalktes Leitungswasser.

Jeder, der in einer Börsenblase reich wird, hat Platzangst.

Amerikanisches Geld ist grün; den Trend zu “Green Economy” unbewusst antizipiert.

_____________________

Inspirationsquelle: Die Bücher von Rolf Dobelli, insbesondere “35″, “Und was machen Sie beruflich?”, “Turbulenzen: 777 bodenlose Gedanken”

~ von mrohner am Juli 15, 2011.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

 
Follow

Get every new post delivered to your Inbox.