Helm aus dem Schrank, Brille, Handschuhe. Taschen kontrollieren, Geld, Handy, alles da. Board einpacken, Kollege abholen. Alles im Yaris verstauen, wie Tetris spielen. Zweiter Kollege abholen. Wiederum Tetris. Fahrt das Tal rauf. Regen. Talstation. Warten auf Zahnrad-bahn. Bindung schliessen. Bügellift. Erster Schneekontakt. Magie! Innerliches Grinsen. Äusserliches Lachen. Verkanten, Sturz. Weiter. Bügellift. Wind. Schnee wie Nadelspitzen. Brennendes Gesicht. Snowboardbrille runter. Nebel. Salto im Tiefschnee. Weiss. Froh um Kontaktlinsen. Geil. Erste Talabfahrt. Klebriger Nassschnee. Zweites Warten auf Zahnradbahn. Bergrestaurant. Warme Schoggi und Riesenportion Pommfrit. Das Brett ruft, zurück auf den Schnee. Verlassene Pisten. Letzte Fahrt: 16.00. Zweite Talabfahrt. Schneeballschlacht. Lachen. Fun. Parkplatz. Schnee abklopfen. Angelaufene Scheibe. Ventilation im Auto. Heimfahrt. Kollegen nach Hause bringen. Dusche. Müde und Glücklich.
Bligg- VIP
•Dezember 15, 2008 • Kommentar schreibenUnd jetzt mal uf Schwiizerdütsch! Wärum ich s’nachfolgende Lied vo Bligg poste … Dä Bligg hät teils rächt stylischi, hochstehend greimti Songs. Und dänn hät er mit dem VIP-Song fast chli än Mainstream-Gangsta-Track gmacht. So als würd er wölle bewiise: „Hey, wänn i da würd wöle, chän i eu scho mit so Hampelmänner-Styler-Hip-Hop zuedröhne. ABER i mach eifach äs Liedli, damit jede gseht, dass is au chänt – und sogar Spass debii han.“ Guet zum wüsse, dass begabti Rapper au Gangsta-Sound chönd mache -aber nöd umgekehrt.
Bemerkenswärt: Di erste Liedzeilene bis zum Refrain… Wer hets für möglich ghalte, dass mer uf „ani“ so brutal vil Zügs chan reime.
Für alli wos interessiert, vo wem das da überhaupt d’Red isch: www.bligg.ch
Madagaskar 2 – Filmkritik
•Dezember 8, 2008 • Kommentar schreibenWar am Weekend im Kino und habe wohl den Besten Film des Jahres gesehen: Madagaskar 2!! Doch der Reihe nach… Madagaskar 1 fand ich zwar lustig und okey, aber nicht DER Hammerfilm. Daher hat mich die Fortsetzung von Madagaskar ziemlich überrascht. Der Film sprüht nur so von Gags, Sprüchen und aberwitzigen Szenen. Allerdings geht diese Humor-Orgie nicht auf Kosten der Story. Die Story wird durch die Witze vorangetrieben, all die Sprüche und humorvollen Szenen sind perfekt in die Story eingewoben. Ohnehin überrascht der Film nicht nur durch den fast pausenlosen Humor (der aber nie überladen oder aufgesetzt wirkt, sondern immer wahnsinnig kreativ und unerwartet), sondern durch die erstaunlich komplexe Geschichte. Es lassen sich 4 – 6 Handlungsstränge identifizieren, die alle parallel laufen, die aber alle zur Geschichte gehören und eine Einheit bilden. Was erzählt wird, ist also keineswegs banal, sondern eine echte Handlung und Geschichte – es geschieht unglaublich viel in den 89 Minuten Filmdauer.
Madagaskar 2 braucht auch den Vergleich mit anderen Animationsfilmen nicht zu scheuen. Was bei Madagskar die Pinguine sind, ist bei Ice-Age das prähistorische Eichhörnchen Scrat: Beide sind Publikumsmagneten und schlichtwegs stylische, genial konzipierte Figuren. Doch da gibt es einen prägenden Unterschied: Die Pinguine in Madagaskar 2 sind Teil der Story, handeln sehr viel und reden auch. Scrat bei Ice Age ist aber nur eine eingeschobene Figur, die eigentlich nichts tut als die Nuss zu verstecken. Die Pinguine erfüllen ihre Rolle als Spassmultiplikator also um einiges besser als Scrat – und das will was heissen! Hinzu kommt, dass in Madagskar 2 nicht nur die Pinguine schräge Spassfiguren sind, sondern zudem der schräge King Julien zum absoluten Publikumsliebling wird. Auch der Vergleich zum kürzlich erschienen Wall-E gewinnt Madagskar. Bei den Trailer zu Wall-E wurden alle guten Szenen des Filmes verarbeitet. Man geht ins Kino und hat riesige Erwartungen, die dann nicht erfüllt werden, weil nichts weiters kommt, als der Trailer schon zeigte. Bei Madagaskar ist es umgekehrt. Der Trailer kommt nicht annährend an die Qualität des Films heran. Daher wird einem nicht zu viel, sondern eher zu wenig versprochen, wenn man den Trailer sieht.
Fazit: Madagskar 2 ist ein absolut gelungenes, humorsprühendes Animationsmeisterwerk über Freundschaft und Zusammenhalt! Es ist eine Fortsetzung, die meines Erachtens um Längen besser ist als der erste Teil.

05.12.: Delirious-Konzert in der Parkarena in Winterthur
•Dezember 6, 2008 • Kommentar schreibenHeute Abend gaben Delirious ihr vielleicht letztes Konzert in der Schweiz, bevor sich die Band (voraussichtlich) nächstes Jahr auflösen wird. Delirious – das ist seit Jahren eine der speziellsten und musikalischsten christlichen Musikgruppen. Der Sound ist wohl irgendwo in der Nähe von U2 anzusiedeln und steht in der Tradition hochklassiger Britischer Pop / Rockmusik. Delirious sind Künstler, keine Mainstream-Rocker. Ihre Musik ist tiefgründig, facettenreich – und für zahlreiche Worship-Bands rund um den Planeten äusserst schwierig nachzuspielen, weil hochkomplex und eigen. Die Texte der Band gehen in die gleiche Richtung: poetisch, bildhaft – und doch mitten ins Herz. Die Parkarena in Winterthur erlebte Delirious in Reinform, so dass auch die (älteren) Konzertbesucher auf den oberen Sitzreihen nicht wirklich lange sitzen blieben. Es ist schade, dass die Band aufhört. Doch für die christliche Musikszene war Delirious prägend. Nicht nur ihre Kooperation mit Hillsong trug zum entstehen einer neuen Musikkultur bei, auch ihre Songs wurden tausendfach gecovert, kopiert, verändert, erweitern, umgebastelt. Es bleibt zu hoffen, dass nebst den zahllosen Worship-Bands, die mit ihrem mittelklassig solidem Sound den christlichen CD-Markt überschwemmen, irgendwo irgendwann wieder so eine Art Delirious auftaucht. So eine Band, die musikalisch echt was drauf hat, ihren völlig eigenen Stil pflegt, unverkennbare Lieder und Texte schreibt und nie wie eine Kopie wirkt. Delirious tritt ab. Ich hoffe, eine Band gleichen Formates wird irgendwann nachfolgen. Wir brauchen solche Musik!

Ladengespräch
•November 27, 2008 • 1 KommentarSchatz, sieht das gut aus? - Was? – Ja dieser Pulli! – Ach so, ja. – Ich habe dich was gefragt. – Was denn? – Eben, ob er gut aussieht! – Der Pulli? – Ja, der Pulli. Sag mal, hörst du mir überhaupt zu? – Ich habe ja gesagt, dass der gut aussieht. – Du hast irgendwas gebrummt. – Du hast nicht zugehört. – Unterstell mir doch nicht immer etwas. Du bist derjenige, der nie zuhört. Aber sag mal, denkst du nicht, der blaue Pulli wäre besser gewesen? - Der von vorhin? – Ja, der erste. – Ich weiss nicht, kann mich nicht so gut daran erinnern. – Soll ich ihn nochmals anziehen? – Nein, lass mal. – Ich dachte, du weisst nicht mehr, wie er aussah? – Doch doch. Aber ich fand den schwarzen am Besten. – Du meinst den vor dem Blauen? – Ja. – Das war aber der mitternachtsblaue. – Für mich sah das Schwarz aus. – Nein, es war Blau. – Entschuldigung, ich bin da nicht so bewandert. – Nein, du bist schon bewandert. Du bist nur nicht interessiert. – Ich berate dich doch die ganze Zeit. – Beraten kann man das wohl nicht nennen. Du sitzt da, schaust ein bisschen den Verkäuferinnen nach, und guckst ohne Interesse drein. – Willst du sagen, ich schau den anderen Frauen nach. – Tust dus nicht? – Nein. – Auf jeden Fall interessieren die dich mehr als ich. – Warum? – Warum? Weil du dir gar keine Mühe gibst bei der Sache hier. – Doch. – Nein, du gibst dir nie Mühe, es ist für dich immer ein müssen. – Ich will dir doch eine Freude machen, wenn ich mit dir einkaufe. – Du bist nur mühsam, weist du das. Es ist jedesmal das gleiche. Du nervst mich einfach. – Bitte, bleib jetzt mal sachlich. Ich komm häufig mit dir mit. – Ja, weil du musst. – Du zwingst mich ja. – Aha, ich zwinge dich! Es ist also wirklich ein Müssen für dich! – So habe ich das nicht gmeint. – Aber gesagt! Es reicht mir wirklich. Nimm deine Scheiss Pullis. – Warum meine? Das sind deine. – Ach das ist doch egal. Darum geht es gar nicht. – Worum denn? – Weisst du was, es reicht, ich geh. – Bitte, mach jetzt keine Szene hier mitten im Laden. – Szene? Szene? Du bist der einzige, der mich hier auf die Palme treibt. Ich geh jetzt. Und lauf mir nicht nach wie ein Schosshündchen. – Aber… – Ach halt einfach den Mund!
Calvin zum zweiten….
•November 11, 2008 • Kommentar schreibenDer Comic war gestern oder vorgestern im 20min. Er zeigt einmal mehr: Calvin ist der grösste Philosoph auf Zeichenpapier. Sein Ziel ist es nicht – und war es nie – ein „höheres Bewusstsein“ zu erreichen. (So wie alle transzendenten Klugscheisser das wollen). Er strebt nach einem niedrigen Bewusstsein durch das Hineinstopfen von Schoko-Zucker-Bomben. Warum auch nicht?! Herrlich!
Calvin zum ersten…
•November 6, 2008 • 1 KommentarHabe mir heute ganz spontan einen Calvin & Hobbes Band gekauft. Dieser 6 jährige, philosophische und rebellische Knirps mit seinem Stofftiger ist meine Lieblingscomicfigur. Die Idee hinter den meisten seine Sprüche sind abgrundtief menschlich und nicht selten sehr tiefgehend. Folgender Comic allerdings kommt ganz ohne Worte aus, aber die Grundaussage gefällt mir irgendwie:
„Pass das Problem deiner Strategie an, nicht umgekehrt.“ Alle Managment-Literatur-Schreiber würden ob einer solche Aussage Kopf stehen. Aber Calvin & Hobbes Leser haben von Calvin etwas gelernt: Die Anforderungen, die die Welt an einen stellt, dürfen nie dazu führen, nicht mehr sich selbst zu sein.
Der Schlag
•Oktober 26, 2008 • Kommentar schreibenDie Hände werden langsam feucht. Dein Herz schlägt schneller. Das Tosen der Menge brandet dir entgegen. Es knistert im Monitor. Der Gitarrist tigert vor dir hin und her, beugt sich kurz zum Frontsprecher nieder, liest nochmals die Reihenfolge der Songs – er sieht sie nicht, es ist dunkel, er liest sie nur aus dem Gedächtnis. Der Sänger nimmt einen Schluck Wasser, seine Jacke trägt er noch. Er wird sie später ins Publikum werfen, später, auf dem Höhepunkt, wenn es tobt und wogt und die Welt dröhnt und knallt. – Doch jetzt: alles noch dunkel, kein Scheinwerfer. Die Bühne als schwarzer Schatten. Nur die Leute schreien. Noch sind sie lauter als du – du spielst nicht. Du wirst spielen. Leise trommelst du mit den Finger auf dem Schenkel einige Takte. Nichts, was du heute noch spielen wirst, nur irgendwas – nichts für die Übung, nur gegen die Nervosität. Du wischst die Hände ab. Der Sänger dreht sich um zu dir, du siehst ihn schemenhaft. Er hebt kurz die Hand, zeigt auf dich. Du weisst, obwohl du es nicht genau siehst: Er grinst. Du hebst die Stöcke, drehst sie einmal kurz durch die Finger. Die Zauberstäbe deiner Magie. Du schlägst sie schnell, kurz, viermal gegeneinander. Das helle Klingen des Holzes hallt durch den Lärm der Leute, über die Bühne, durch die Halle. Plötzlich: Volle Scheinwerfer, grelles Licht, es blitzt auf. Dein Stock ragt für einen Augenblick gen Himmel; Manifestation einer Macht. Er saust nieder, das Holz trifft Metall, das Crash schwingt durch – die Gitarre heult auf, der Sänger greift das Mikrophon. Es hat begonnen.
Über Drachen
•September 11, 2008 • 2 KommentareFolgende Frage:
Wie bläst ein feuerspuckender Drache seine Geburtstagskerzen aus?
Ja, wenn man darüber nachdenkt, ist das keineswegs ein triviales Problem. Dafür gibts keine simple Lösung, die man bei Wikipedia nachlesen kann. Das ist – so scheint mir – ein echtes Rätsel der Menschheit. Und deshalb muss man zuerst einmal die Komplixität des Problems reduzieren, indem man es in Einzelteile zerlegt:
- Spuckt jeder Drache Feuer?
- Hat ein Drache überhaupt Geburtstag?
- Mag ein Drache Geburtstagskerzen?
Ob jeder Drache Feuer spuckt, weiss ich nicht. Ich denke aber, dass feuerspuckende Drachen den nicht-feuerspuckenden Drachen überlegen sind, weshalb wohl nur die feuerspuckenden Drachen überleben. Das heisst: Nicht-feuerspuckende Drachen überleben nicht und feiern deshalb auch nicht Geburtstag. Nur die stärkeren Feuerdrachen überleben und feieren deshalb Geburtstag. Damit ist auch schon die zweite Frage beantwortet: Ja, ein Drache hat Geburtstag. Natürlich hat ein Drache Geburtstag! Ein Drache wird ja auch geboren. Er fällt ja nicht vom Himmel – obwohl das eine schöne Legende wäre: Drachen fallen vom Himmel. Aber eben, das tun sie nicht. Und nun kommen wir zur letzten Frage, nämlich ob ein Drache Geburtstagskerzen mag. Eigentlich ist die Frage ohnehin unbedeutend, weil er die Kerzen ja ausblasen muss, ob er sie nun mag oder nicht.
Das Problem bleibt also auch nach eingehender Zerlegung bestehen: Wie bläst ein feuerspuckender Drache seine Geburtstagskerzen aus? Darüber lässt sich nur spekulieren. Vielleicht bläst er sie mit einem Windstoss seiner Flügeln aus. Das Problem ist aber, dass nicht alle Drachen fliegen können (die Chinesischen beispielsweise nicht) und daher diese Möglichkeit wegfällt. Vielleicht lässt er sich die Geburtstagskerzen von jemandem anderen ausblasen. Zum Beispiel wenn er so einen Freund hat, wie der Drache in „Dragonheart“. Doch was machen dann die einsamen Drachen, die keine solchen Freunde haben? Nun, die kriegen wahrscheinlich auch keine Geburtstagstorten mit Kerzen drauf.
Letzten Endes gibts keine einfache Lösung, wie feuerspuckende Drachen Geburtstagskerzen ausblasen. Die Frage ist und bleibt ein Rätsel der Menschheit!
Soviel dazu!
Nachtwanderer
•September 6, 2008 • Kommentar schreibenEs ist Nacht. Neblig. Nasskalt. Nirgends ein menschliches Wesen. Nur zivilisatorische Betonwüste. Das Licht der Strassenlampen ergiesst sich über den Asphalt, fliesst an Wänden herunter, taucht die eine Seite der Welt in schmutziges Gelb und die andere in Halbschatten. In Strassenecken, am Saum von Zäunen, hinter Parkbänken versteckt sich die Dunkelheit, zurückgedrängt in Nischen vom spärlichen Licht der Strassenbeleuchtung. Traumwandlerisch, langsamen Schrittes, gradlinig, unnahbar gehe ich hindurch. Durch die Nacht in dieser Stadt. Durch die Welt im Halbdunkeln. Durch die abweisende Einsamkeit kaler Wände öder Häuserzeilen. Ich werde nicht beobachtet. Ich werde nicht gesehen, nicht wahrgenommen. Niemand ist hier, der mein Gang durch die einsamen Strassen bemerkt. Niemand hört meine leisen Schritte. Ich bin allein. Nur manchmal erhellt der Scheinwerfer eines von hinten herannahenden Wagens die Szenerie. Taucht die Welt von gelb in weiss, wirft meinen Schatten voraus. Der Wagen zieht an mir vorbei, die Scheiben dunkel, man sieht nicht hinein. Nur ein Tier, das durch die Schlucht von Häusern streift. Wie die Katzen, die manchmal vor mir den Weg kreuzen. Aus einem Türeingang treten sie heraus, huschen über die Strasse, hinein in den nächsten Schatten – und sind weg. Ich ziehe meine Wege durch die Stadt, durch die Nacht, durch die Einsamkeit. Hier, wo alles Unwichtige sich verliert im Halbdunkeln, wo nur Grosses wahrgenommen wird, wo die Details verschwimmen im Schwarz. Hier, wo die Welt zusammenschrumpft auf eine Strasse, auf einen Fussgängerstreifen, auf ein leeres Schaufenster. Hier, wo ich zuhause bin. Ich, der Nachtwanderer.







